Ingenieurbüro Stegbauer - Innovation Beratung Sicherheit

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Neubau des Käppnersteges in Fürth

Das Projekt:

Der Käppnersteg ist Teil des Käppnerweges. Beginnend am Friedhofsteg führt er über den Käppnersteg zur Vacher Straße. Er stellt eine wichtige Verbindung vom Westen („Eigenes Heim") zur Innenstadt, und in den Ostteil der Stadt (Friedhof, Erlanger Straße, Stadtpark) her. Über den Heckenweg an der Vacher Straße und die Cadolzburger Straße sind das Scherbsgrabenbad und die Siegenbogenbrücke erreichbar.
Der geplante Brückenneubau ist für den Radverkehr von großer Bedeutung, denn er stellt einerseits einen wichtigen Netzschluss im Bayernnetz für Radler dar, andererseits dienen die anschließenden Wegeverbindungen dem innerstädtischen Radwegenetz.

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Alter Käppnersteg vor dem Abbruch

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Schrägansicht des neu geplanten Käppnerstegs

Die Planung:

Aufgrund einer nochmaligen Brückenprüfung durch die Landesgewerbeanstalt Bayern am 22.10.2003 musste der Käppnersteg aus Gründen der Sicherheit gesperrt werden.
Im Rahmen eines Übungseinsatzes des Technischen Hilfswerkes wurde der Brückenüberbau am 03.11.2003 abgebaut.
Im Zuge der Vorplanung wurden drei Querschnittsbreiten (3,00 m, 3,50 m und 4,00 m) untersucht. Die Bedeutung des Brückenbauwerkes im vorhandenen Wegenetz und die Breiten der anschließenden Wegeverbindungen führten dazu, dass die Entscheidung für ein Bauwerk mit einer lichten Breite zwischen den Geländern von 3,50 m fiel.

Die vorgegebenen Rahmenbedingungen, wie das Einhalten einer max. Längsneigung von 6 %, die Berücksichtigung der Höhenangaben für HHW 100 mit 285,80 m ü. NN und die erforderliche Auflagerweite von ca. 25,50 m bedingen die Wahl eines durchströmbaren Stahlraumtragwerkes, das im wichtigen mittleren Drittel nicht in den HHW100-Wasserspiegel eintaucht. Das geplante Bogentragwerk besteht aus 7 Formstahlobergurten und 3 Rundrohruntergurten mit Aussteifungen aus schrägen Rundrohrstäben. Die filigranen Fachwerkstäbe sollen Leichtigkeit und Eleganz verleihen.

Seitenansicht

Seitenansicht

Ansicht Schnitt Widerlager West

Ansicht Widerlager West

Gem. Baugrundgutachten ist mit sehr schwierigem und besonders im Bereich der „tragfähigen" Schicht sehr gering belastbarem Untergrund zu rechnen. Aus diesem Grund ist eine umfangreiche Pfahlgründung notwendig. Hierbei beträgt der anzusetzende Spitzendruck für die Pfähle ca. 1/3 der üblichen Werte. Nach Rücksprache mit dem Baugrundgutachter resultiert dies aus der Tatsache, dass sich im vorgefundenen Sandstein Einschlüsse von Tonschichten befinden, die keine höhere Spitzenbelastung zulassen.

Geschätzte Bausumme:
voraussichtlich 452.000,- € einschl. Honorare, Wiederherstellung des Käppnerweges nach der Baumaßnahme und Nebenkosten

Leistungsumfang:

  • Vorstatik
  • Entwurfs- und Genehmigungsplanung
  • Erstellung der Ausschreibungsunterlagen
  • SIGE-Koordination
  • Bauleitung
  • Bewehrungsabnahme
Die Fuß- und Radwegbrücke „Käppnersteg" über die Rednitz wurde im Jahre 2004 hergestellt.

Der Neubau erfolgte durch die Fa. Nicklas, Roding. Die Ausführung des Stahlraumtragwerkes erfolgte durch den Subunternehmer Stahlbau Wegscheid, Passau

Die Übergabe an die Bevölkerung erfolgt am 17.12.2004 durch den Oberbürgermeister der Stadt Fürth.
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